Verankerung des Themas Inklusion in der Fachdidaktik: Latein

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Fach Latein

Verankerung des Themas Inklusion in den folgenden Veranstaltungen

  1. Seminar Grammatik-Unterricht
  2. Seminar Working up Texts
  3. Vorbereitung des Praxissemesters
  4. Seminar Literatur-Unterricht
  5. Begleitseminar zum Praxissemester


Rolle des Themas Inklusion in der Veranstaltung / Lerninhalte zum Thema Inklusion

· Aspekte der Diversität und Heterogenität der Lerngruppen werden, auch unter Berücksichtigung spezifischer Förderbedarfe sowie der Inklusion, durch Zusammenstellen spezieller lateinischer Texte und Themen sowie durch binnendifferenzierende Maßnahmen im Bereich der De- und Rekodierung thematisiert

· Entwicklung inklusionsorientierter Arbeitsaufträge unter Berücksichtigung diversifizierter Anspruchslevels im Sinne der Binnendifferenzierung

· Sprachbildung und Inklusion in heterogenen Lerngruppen

· Beispiel aus dem Bereich Studienprojekte: Aktivierungen von SuS mit Autismus-Sprektrum-Störung durch Einsetzen der Placemat-Methode: besonders Schüler:innen mit Autismus-Spektrum-Störung, die z.B. in der Stundeneinstiegsphase (Brainstorming) Beitragshemmungen haben: Schüler:innen mit dieser Störung entscheiden sich häufig für die Wahl des Schulfaches Latein. Diese Schüler:innen können gerade im Fach Latein, in dem man sich in besonderem Maß strukturiert und akribisch mit der Analyse von Texten und Textbausteinen beschäftigt, ihre besondere Fähigkeit des analytisch-strukturierten Denkens weiterentwickeln und bestätigen und somit gezielt gefördert werden

· besondere inklusionsbezogene Lerninhalte: antike Texte, die sich mit diesem Thema beschäftigen z.B. Briefe des Philosophen Seneca zum Umgang mit Randgruppen und Menschen mit Behinderungen, Biographie des behinderten Kaisers Claudius (Kaiserviten des Sueton), Transgenderphänomene bei den Dichtern Catull (Kybele-Anhänger, die sich entmannen und zu Frauen werden) und Ovid (Metamorphosen: Verwandlungen von Frauen in Männer und umgekehrt).

Angestrebte (fachdidaktische) Ziele für inklusionsorientierte Kompetenzen

· Sensibilisierung der Studierenden und künftigen Lehrer:innen auf spezielle Bedürfnisse und Verhaltensweisen entsprechender Schüler:innen reflektiert und somit gezielt eingehen zu können

· Beschäftigung mit den besonderen Fähigkeiten der Schüler:innen, um diese zu fördern, aber auch, sich mit Verhaltensmustern von Schüler:innen auseinanderzusetzen, um diese zu verstehen und entsprechend und angemessen reagieren zu können

· Entwicklung spezieller Impulse und Arbeitsaufträge sowie eine entsprechende Text- und Themenauswahl zur Unterstützung der Studierenden