Verankerung des Themas Inklusion in der fachdidaktik: Physik

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Fach Physik

Verankerung des Themas Inklusion in den folgenden Veranstaltungen

  1. „Schulorientierte Experimente und digitale Medien“ (Praktikum und Seminar zum Praktikum)
  2. „Schlüsselkompetenzen: Projekte im Schülerlabor“ (Seminar „Entwicklung von Lernangeboten“ und Praktikum „Projekte im Schülerlabor“)
  3. „Schlüsselkompetenzen: Wettbewerbsbegleitung“ (Begleitseminar und Praktikum „Offenes Experimentieren“)

Rolle des Themas Inklusion in der Veranstaltung / Lerninhalte zum Thema Inklusion

Im Fach Physik wird das Thema Inklusion nicht ausschließlich unter sonderpädagogischen Aspekten betrachtet, sondern bezieht unterschiedlichste Formen von Heterogenität mit ein, die unter fachwissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet werden können. In den Veranstaltungen werden die Studierenden systematisch auf ihre zukünftige Tätigkeit in heterogenen Schulklassen vorbereitet. Neben der sonderpädagogischen Förderung wird hierbei auch die Begabtenförderung als Bestandteil der Inklusion einbezogen.

Ziel ist es ein Inklusionsverständnis zu vermitteln, das gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler in den Blick nimmt. Hierbei spielt das Konzept des Universal Designs for Learning (UDL) in Verbindung mit dem Prinzip des differenzierten Lernens am gleichen Gegenstand eine wichtige Rolle. Den Studierenden wird vermittelt, wie in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung adaptive Lernumgebungen geschaffen werden können, die Informationen in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung stellen und verschiedene Möglichkeiten der Interaktion mit dem Lernmaterial erlauben. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Art und Weise zu motivieren und zu einem selbstregulierten Lernen anzuleiten. Die Lerninhalte sind auf zwei Module aufgeteilt. In Modul 2 liegt der Fokus auf der didaktischen Funktion und Varianten des Einsatzes von Experimenten und digitalen Medien im Unterricht unter differenzierenden und individualisierenden Gesichtspunkten. In Modul 5 liegt je nach Wahloption der Fokus auf der Gestaltung und Erprobung von Projekten im Schülerlabor nach den inklusiven Gestaltungsprinzipien des Universal Design for Learning oder der Unterstützung von Schülergruppen bei der Teilnahme am GYPT-Wettbewerb als Begabtenförderung. Beide Module vermitteln einen Überblick über die Heterogenität der Schülerschaft sowie der Entwicklung von didaktischen Konzepten unter inklusiven Gesichtspunkten.


Angestrebte (fachdidaktische) Ziele für inklusionsorientierte Kompetenzen

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Module

• sind sich Studierende über die Notwendigkeit der inklusiven Gestaltung von Lernangeboten bewusst,

• kennen die Studierenden unterschiedliche Formen der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Förderung von Lernenden mit Förderbedarf oder Hochbegabung in der Schule,

• kennen die Studierenden grundlegende Konzepte zur inklusiven Gestaltung von Lernangeboten (z. B. Universal Design for Learning), beim Einsatz von Experimenten und digitalen Medien im Unterricht und können diese unter physikdidaktischen und inklusiven Gesichtspunkten beurteilen und gestalten,

• können Studierende Schülerinnen und Schülern in ihrem fachlichen und experimentellen Leistungsniveau einordnen, altersgerecht und differenziert anleiten und passende Hilfestellungen beim selbstständigen Experimentieren geben (Betreuungskompetenz in offenen Unterrichtssituationen).