Open-Educational-Resources: Unterschied zwischen den Versionen

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Was ist OER
== Was sind Open Educational Resources? ==
UNESCO OER
Das „Global OER Logo“ von Jonathas Mello unter CC BY 3.0 (via UNESCO)


Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Open Educational Resources können einzelne Materialien aber auch komplette Kurse oder Bücher umfassen. Jedes Medium kann verwendet werden. Lehrpläne, Kursmaterialien, Lehrbücher, Streaming-Videos, Multimediaanwendungen, Podcasts – all diese Ressourcen sind OER, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. (Quelle: UNESCO Definition)
Was sind Open Educational Resources (OER)? Im Deutschen spricht man auch von freien Bildungsmaterialien, in der Regel wird aber der englische Begriff „Open Educa-tional Resources“ verwendet. OER sind kostenfreie Lernmaterialien, die im Internet verfügbar und für jeden verwendbar sind, da sie nicht unter dem klassischen Copy-right „alle Rechte vorbehalten“ stehen, sondern in der Regel unter einer freien Creati-ve-Commons-Lizenz lizenziert sind. Dazu müssen wir wissen, dass alle Materialien, die erstellt werden, unter das Urheberrecht fallen, sofern sie eine gewisse Schöpfungshöhe erreichen. Ein einfacher Satz z. B. in Form eines Tweets mit maximal 280 Zeichen er-reicht i. d. R. keine Schöpfungshöhe. Wir können für das weitere Vorgehen aber erst-mal festhalten, dass alles urheberrechtlich geschützt ist und das bedeutet, urheberrecht-lich geschützte Materialen dürfen wir nicht oder nur im geringen Umfang verwenden; außer es wird explizit erlaubt, die Materialien zu benutzen. Bei Open Educational Re-sources ist es genau umgekehrt: Diese Materialien dürfen unter bestimmten Bedingun-gen, diese schauen wir uns gleich an, benutzt werden ohne, dass die Urheber:innen ge-fragt werden müssen. Damit dies möglich ist, kommen die Creative-Commons-Lizenzen zum Einsatz.


Um einen schnellen Überblick über das Thema OER zu erhalten, kann das folgende kurze Video von dem FWU – Medieninstitut der Länder angesehen werden. Für weitere und genauere Informationen rund um das Thema OER befinden sich weitere Inhalte unter dem Video.
=== Die Creative-Commons-Lizenzen ===
Die Creative Commons sind eine Non-Profit-Organisation, die Anfang der 2000er Jah-re damit begonnen hat, Lizenzverträge zu erstellen. Diese Verträge haben  zwei Haupt-ziele: (i) sie sollen Urheber:innen schützen und (ii) Nutzungsbedingungen für  urheber-rechtlich geschützte Werke aufzeigen. Im Laufe der Jahre wurden die Lizenzverträge mehrfach überarbeitet; aktuell sind wir in Version 4.0 und sie sind international gültig. Fast alle OER-Materialien sind mit Lizenzen der Creative Commons versehen. Ein Vorteil für Sie als Lehrer:in, sie müssen sich mit dem exakten Lizenztext nicht ausei-nandersetzen. In der schulischen Praxis müssen wir lediglich die Bedeutung und Be-dingungen der unterschiedlichen Lizenz verstehen. Dabei helfen uns die Lizenz-Icons, deren Bedeutung Sie der folgenden Abbildung entnehmen können.  


Welchen Mehrwert bietet OER?
Es gibt sechs bzw. sieben Creative-Commons-Lizenzen, wobei der Lizenz CC0 eine besondere Rolle zukommt. Dies ist die einzige Lizenz, bei der es keine Einschränkung und Bedingungen gibt. Die weiteren Creative Commons-Lizenzen setzen sich aus den vier verschieden Bestandteile BY, SA, NC und ND zusammen. Diese Bestandteile können zum Teil mit einander kombiniert werden, sodass sich sechs weitere CC-Lizenzen ergeben. Dabei fällt auf, dass BY ein obligatorischer Bestandteil der Lizen-zen ist. Mit Ausnahme der CC0-Lizenz müssen die Urheber:innen bei der Verwendung von OER-Materialien immer genannt werden. Wie Sie dies konkret umsetzten, schau-en wir uns später an. Wenn Sie diese sieben Lizenzen und deren Bestandteile verstan-den haben, dann haben Sie den Kern der Creative-Commons-Lizenz bereits erfasst.  Bevor wir konkreter in die Praxis gehen können, schauen wir uns noch an, wie OER unabhängig von Lizenzen definiert wird.


Mit OER können Bildungsmaterialien genutzt, bearbeitet, ergänzt oder erstellt werden. Unterschiedliche Plattformen auf der ganzen Welt bieten OER an und viele Suchmaschinen ermöglichen eine gezielte Lizenzsuche. OER sind nicht nur für Lehrende gewinnbringend, sondern auch für Lernende. OER bietet verschiedene Vorteile:
=== UNESCO und 5V ===
Die UNESCO hat vor fast 20 Jahren den Begriff Open Educational Resources einge-führt Die Definition davon wurde immer wieder angepasst, wir nutzen die Version von 2015 :
“Open Educational Resources (OERs) are any type of educational materials that are in the public domain or introduced with an open license. The nature of these open materi-als means that anyone can legally and freely copy, use, adapt and re-share them. OERs range from textbooks to curricula, syllabi, lecture notes, assignments, tests, projects, audio, video and animation.”
Im Zentrum von OER stehen also jegliche Art von Bildungsmaterialien, die von jeder und jedem genutzt, kopiert, bearbeitet und wiederveröffentlich werden können. Eine Alternative Definition liefert der Pädagoge David Wiley mit den fünf Freiheitsgraden für offene Materialien, den sogenannten 5V (im englischen Original:5R). Dabei steht im  Fokus, welche Eigenschaften Materialien haben müssen, um als offene Materialien angesehen werden zu können. Offene Materialen sind folglich Materialien, die ver-wahrt &vervielfältigt, verwendet, verarbeite, vermischen und verbreitet werden kön-nen. Dies hat nicht nur Konsequenzen für die Wahl der Lizenz, sondern auch für wei-tere Aspekte wie die Auffindbarkeit der Materialien, die Wahl des Dateiformats, die Beschaffenheit der Materialien für die Weiterverarbeitung oder mit anderen Wort: Of-fenheit von Materialien mündet bestenfalls in einer Kultur des Teilens.


    OER steht jedem weltweit zur Verfügung
=== OER-Lizenzen ===
    Durch Digitalisierung und Vernetzung kann das Material weit verbreitet und ausgetauscht werden
Wenn wir die gerade gelesenen Definitionen noch einmal Revue passieren lassen, können wir uns die Frage stellen, ob tatsächlich jeder der kennengelernten Creative-Commons-Lizenzen eine geeignete Lizenz für Open Educational Resources ist. Ich würde ihnen empfehlen nur drei Lizenzen als „echte“ OER-Lizenzen zu sehen: CC0 CC BY und CC BY-SA, denn nur diese Lizenzen erfüllen sowohl die komplette UNESCO-Definition als auch die fünf Freiheitsgrade von David Wiley. Das NC wider-spricht dem Grad „Verwenden“, denn nicht jeder darf Materialien, die unter einer NC-Lizenz stehen, tatsächlich nutzen. Für dieses Heft würde es zu weit führen, genau dar-zulegen, warum NC einige ungewünschte – jedoch nicht offensichtliche – Nebeneffek-te mitzubringt. Für diejenigen unter Ihnen, die sich damit befassen wollen, empfehle ich eine Praxisbroschüre vom Juristen Dr. Paul Klimpel . Soviel sei verraten, NC schließt zum Beispiel Projekte wie die Wikimedia aus und zum Teil auch die Universi-täten von der Nutzung der Materialien aus. Der Lizenzbestandteil ND widerspricht den Stufen drei (Verarbeiten) und vier (Vermischen) von Wiley. Können Sie als Lehre-rinnen und Lehrer überhaupt Materialien gebrauchen, die Sie nicht für Ihre Lerngruppe anpassen können? Natürlich gibt es Ausnahmen und Situationen, in denen die Be-standteile NC oder ND notwendig bzw. sinnvoll sind und dann können Sie diese auch nutzen. Mein Tipp: Konzentrieren Sie sich auf die drei „echten“ OER-Lizenzen. So-wohl in der Nutzung als auch in der Weiterverarbeitung erspart dies Ihnen eine Menge Arbeit und vereinfacht die Nutzung von Open Educational Resources erheblich.
    OER ermöglicht eine neue Art der Zusammenarbeit
    Chancengleichheit im Bereich Bildung
    Zeitersparnis beim Austausch und Wiederverwendung von Lehr-/Lernmaterialien
    Gemeinsam können Bildungsmaterialien erstellt, aktualisiert, bearbeitet und perfektioniert werden


== digiLL-Modul ==
Wo gibt es Angebote zu OER in den Bildungsbereichen?
Über den [[Universitätsverbund-digiLL]] stellen verschiedene Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education offene Lernmodule zur Verfügung. Zum Thema ''Open Educational Resources'' steht hier ein [https://digill.de/course/einfuehrung-in-die-open-educational-resources/ Modul] zur Verfügung.
 
Die Transferpartner der Informationsstelle OER haben spezifische Angebote und Informationen für die Situation von OER in den Bildungsbereichen Schule, Hochschule, Berufsbildung und Weiterbildung. Diese Angebote werden kotinuierlich ausgebaut und erweitert:
 
    OER in der Schule, FWU Medieninstitut der Länder
    OER in der Hochschule, Learning Lab der Universität Duisburg-Essen
    OER in der Berufsbildung, Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
    OER in der Weiterbildung, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung DIE
 
Auf dieser Website werden weitere Themen wie rechtliche Aspekte, Neuigkeiten und aktuelle Projekte zum Thema OER angeboten.
 
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Welche offenen Lizenzen sind wichtig?
 
Es gibt für die Wahl der Lizenz zwar keine konkrete Vorgabe. De facto haben sich die Lizenzen von Creative Commons (CC) durchgesetzt. Diese sind rechtssicher, sowohl international wie auch in Deutschland. 2016 gibt es bereits ca. 1,2 Milliarden Inhalte im Web unter einer CC-Lizenz (State of the Commons-Report 2016)
 
Es stehen verschiedene CC-Lizenzen zur Auswahl, die unterschiedliche Einschränkungen machen. Wenn man die Definition oben ernst nimmt, dann fallen unter „ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen“ nur drei Optionen:
 
    Creative Commons LogoCC BY: Hier muss bei der Weiterverwendung der Name des Urhebers genannt werden
    (Details zur Lizenz auf creativecommons.org).
    Creative Commons LogoCC BY SA: Hier muss bei der Weiterverwendung der Name des Urhebers genannt werden. UND: Wenn Sie das Material remixen, verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie Ihre Beiträge nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.
    (Details zur Lizenz auf creativecommons.org)
    Creative Commons LogoAußerdem gibt es noch die Möglichkeit, eigene Werke in die Gemeinfreiheit – auch Public Domain genannt – zu entlassen. Um das eindeutig zu kennzeichnen gibt es die CC0 (CC Zero)
    (Details dazu auf creativecommons.org)
 
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Weitere Erklärvideos
 
Für einen guten und kompakten Überblick gibt es eine Reihe von Erklärvideos zu OER. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat 2016 drei kurze Videos erstellt, die in das Thema OER einführen, das erste ist hier unten verlinkt:
 
Auch das FWU – Medieninstitut der Länder hat im Zuge des OER-Projekts LOERn drei Videos zu OER unter einer CC-BY-SA-Lizenz erstellt. Diese sind auch in den Materialsammlungen auf unserer Website zu finden oder auf YouTube.

Aktuelle Version vom 24. Januar 2022, 16:32 Uhr

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Was sind Open Educational Resources?

Was sind Open Educational Resources (OER)? Im Deutschen spricht man auch von freien Bildungsmaterialien, in der Regel wird aber der englische Begriff „Open Educa-tional Resources“ verwendet. OER sind kostenfreie Lernmaterialien, die im Internet verfügbar und für jeden verwendbar sind, da sie nicht unter dem klassischen Copy-right „alle Rechte vorbehalten“ stehen, sondern in der Regel unter einer freien Creati-ve-Commons-Lizenz lizenziert sind. Dazu müssen wir wissen, dass alle Materialien, die erstellt werden, unter das Urheberrecht fallen, sofern sie eine gewisse Schöpfungshöhe erreichen. Ein einfacher Satz z. B. in Form eines Tweets mit maximal 280 Zeichen er-reicht i. d. R. keine Schöpfungshöhe. Wir können für das weitere Vorgehen aber erst-mal festhalten, dass alles urheberrechtlich geschützt ist und das bedeutet, urheberrecht-lich geschützte Materialen dürfen wir nicht oder nur im geringen Umfang verwenden; außer es wird explizit erlaubt, die Materialien zu benutzen. Bei Open Educational Re-sources ist es genau umgekehrt: Diese Materialien dürfen unter bestimmten Bedingun-gen, diese schauen wir uns gleich an, benutzt werden ohne, dass die Urheber:innen ge-fragt werden müssen. Damit dies möglich ist, kommen die Creative-Commons-Lizenzen zum Einsatz.

Die Creative-Commons-Lizenzen

Die Creative Commons sind eine Non-Profit-Organisation, die Anfang der 2000er Jah-re damit begonnen hat, Lizenzverträge zu erstellen. Diese Verträge haben zwei Haupt-ziele: (i) sie sollen Urheber:innen schützen und (ii) Nutzungsbedingungen für urheber-rechtlich geschützte Werke aufzeigen. Im Laufe der Jahre wurden die Lizenzverträge mehrfach überarbeitet; aktuell sind wir in Version 4.0 und sie sind international gültig. Fast alle OER-Materialien sind mit Lizenzen der Creative Commons versehen. Ein Vorteil für Sie als Lehrer:in, sie müssen sich mit dem exakten Lizenztext nicht ausei-nandersetzen. In der schulischen Praxis müssen wir lediglich die Bedeutung und Be-dingungen der unterschiedlichen Lizenz verstehen. Dabei helfen uns die Lizenz-Icons, deren Bedeutung Sie der folgenden Abbildung entnehmen können.

Es gibt sechs bzw. sieben Creative-Commons-Lizenzen, wobei der Lizenz CC0 eine besondere Rolle zukommt. Dies ist die einzige Lizenz, bei der es keine Einschränkung und Bedingungen gibt. Die weiteren Creative Commons-Lizenzen setzen sich aus den vier verschieden Bestandteile BY, SA, NC und ND zusammen. Diese Bestandteile können zum Teil mit einander kombiniert werden, sodass sich sechs weitere CC-Lizenzen ergeben. Dabei fällt auf, dass BY ein obligatorischer Bestandteil der Lizen-zen ist. Mit Ausnahme der CC0-Lizenz müssen die Urheber:innen bei der Verwendung von OER-Materialien immer genannt werden. Wie Sie dies konkret umsetzten, schau-en wir uns später an. Wenn Sie diese sieben Lizenzen und deren Bestandteile verstan-den haben, dann haben Sie den Kern der Creative-Commons-Lizenz bereits erfasst. Bevor wir konkreter in die Praxis gehen können, schauen wir uns noch an, wie OER unabhängig von Lizenzen definiert wird.

UNESCO und 5V

Die UNESCO hat vor fast 20 Jahren den Begriff Open Educational Resources einge-führt Die Definition davon wurde immer wieder angepasst, wir nutzen die Version von 2015 : “Open Educational Resources (OERs) are any type of educational materials that are in the public domain or introduced with an open license. The nature of these open materi-als means that anyone can legally and freely copy, use, adapt and re-share them. OERs range from textbooks to curricula, syllabi, lecture notes, assignments, tests, projects, audio, video and animation.” Im Zentrum von OER stehen also jegliche Art von Bildungsmaterialien, die von jeder und jedem genutzt, kopiert, bearbeitet und wiederveröffentlich werden können. Eine Alternative Definition liefert der Pädagoge David Wiley mit den fünf Freiheitsgraden für offene Materialien, den sogenannten 5V (im englischen Original:5R). Dabei steht im Fokus, welche Eigenschaften Materialien haben müssen, um als offene Materialien angesehen werden zu können. Offene Materialen sind folglich Materialien, die ver-wahrt &vervielfältigt, verwendet, verarbeite, vermischen und verbreitet werden kön-nen. Dies hat nicht nur Konsequenzen für die Wahl der Lizenz, sondern auch für wei-tere Aspekte wie die Auffindbarkeit der Materialien, die Wahl des Dateiformats, die Beschaffenheit der Materialien für die Weiterverarbeitung oder mit anderen Wort: Of-fenheit von Materialien mündet bestenfalls in einer Kultur des Teilens.

OER-Lizenzen

Wenn wir die gerade gelesenen Definitionen noch einmal Revue passieren lassen, können wir uns die Frage stellen, ob tatsächlich jeder der kennengelernten Creative-Commons-Lizenzen eine geeignete Lizenz für Open Educational Resources ist. Ich würde ihnen empfehlen nur drei Lizenzen als „echte“ OER-Lizenzen zu sehen: CC0 CC BY und CC BY-SA, denn nur diese Lizenzen erfüllen sowohl die komplette UNESCO-Definition als auch die fünf Freiheitsgrade von David Wiley. Das NC wider-spricht dem Grad „Verwenden“, denn nicht jeder darf Materialien, die unter einer NC-Lizenz stehen, tatsächlich nutzen. Für dieses Heft würde es zu weit führen, genau dar-zulegen, warum NC einige ungewünschte – jedoch nicht offensichtliche – Nebeneffek-te mitzubringt. Für diejenigen unter Ihnen, die sich damit befassen wollen, empfehle ich eine Praxisbroschüre vom Juristen Dr. Paul Klimpel . Soviel sei verraten, NC schließt zum Beispiel Projekte wie die Wikimedia aus und zum Teil auch die Universi-täten von der Nutzung der Materialien aus. Der Lizenzbestandteil ND widerspricht den Stufen drei (Verarbeiten) und vier (Vermischen) von Wiley. Können Sie als Lehre-rinnen und Lehrer überhaupt Materialien gebrauchen, die Sie nicht für Ihre Lerngruppe anpassen können? Natürlich gibt es Ausnahmen und Situationen, in denen die Be-standteile NC oder ND notwendig bzw. sinnvoll sind und dann können Sie diese auch nutzen. Mein Tipp: Konzentrieren Sie sich auf die drei „echten“ OER-Lizenzen. So-wohl in der Nutzung als auch in der Weiterverarbeitung erspart dies Ihnen eine Menge Arbeit und vereinfacht die Nutzung von Open Educational Resources erheblich.

digiLL-Modul

Über den Universitätsverbund-digiLL stellen verschiedene Zentren für Lehrerbildung bzw. Schools of Education offene Lernmodule zur Verfügung. Zum Thema Open Educational Resources steht hier ein Modul zur Verfügung.