Anke Heyder
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Anke Heyder leitet als Juniorprofessorin die Arbeitsgruppe Pädagogische Psychologie und Entwicklung über die Lebensspanne an der Ruhr-Universität Bochum.
In ihrer Forschung untersucht sie Überzeugungen und Einstellungen von Lehrkräften insbesondere zur Veränderbarkeit von Schüler:innenfähigkeiten (sogenannte Growth oder Fixed Mindsets) sowie Stereotypen. So forscht Anke Heyder in einem laufenden DFG-Projekt zu den Effekten von Lehrer:innenmindsets auf Schüler:innenmotivation und -emotion, indem sie in einem Mixed Methods-Ansatz Lehrkräfte schriftliche Rückmeldungen formulieren lässt und überprüft, wie sich diese von Schüler:innen beurteilt werden. Zudem untersucht das Projekt, inwiefern die Lehrer:innenmindsets unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Schüler:innengruppen haben.
In ihrer Forschungslaufbahn beschäftigte sich Anke Heyder insbesondere mit Geschlechterunterschieden in Schule und Unterricht. So untersuchte sie in dem DFG-Projekt "Jungen als 'Bildungsverlierer'?", ob Männlichkeitsnormen und männlich stereotypisierte Persönlichkeitsmerkmale an Schulen mit lernförderlichem Verhalten kollidieren und inwiefern dies als Erklärung für größere schulische Erfolge bei Mädchen dienen könnte. In diesem Projekt verfasste Anke Heyder auch ihre Dissertation zu der Rolle von Stereotypen für den differenziellen Schulerfolg von Mädchen und Jungen.
Neben Geschlechterunterschieden arbeitet Anke Heyder aber auch zu weiteren Diversitätsmerkmalen und deren Einfluss auf Erwartungen von Lehrkräften sowie - damit zusammenhängend - dem schulischen Erfolg von Schüler:innen. So untersuchte sie an der TU Dortmund in dem QLB-Projekt DoProfiL - Dortmunder Profil für eine inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung das Wissen von Lehrkräften zu fünf verschiedenen Diversitätsmerkmalen bei Schüler:innen.
Neben diesen Forschungsschwerpunkten forscht Anke Heyder auch zur funktionalen Nutzung digitaler Medien bei Kindern und Jugendlichen. In dem MERCUR-Projekt RuhrNetwork for Functional Digital Media-Use in Children and Adolescents untersucht sie dabei im Verbund mit Stephanie Antons, Magnus Liebherr (Universität Duisburg-Essen, Kognitionspsychologie) und Julia Brailovskaia (Ruhr-Universität Bochum, Klinische Psychologie), den Mehrwert der Mediennutzung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Fokus auf das Thema 'Wohlbefinden'.
Anke Heyder fokussiert sich in ihrer Arbeit stärker auf quantitative Forschung in Form von Sekundärdatenanalysen und experimentellen Ansätzen. In Verbünden forscht sie aber auch an Studien mit einem Mixed Methods-Ansatz.
Einordnung auf der Campuslandkarte
- Bildungsgerechtigkeit
- Lernvoraussetzungen
- Digitalisierung / Digitalität
- Lehrkräfteprofessionalisierung