Henrike Terhart

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Henrike Terhart ist Professorin für Bildungssoziologie und Sozialforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungsprozesse in der Migrationsgesellschaft, soziale Ungleichheiten im Bildungssystem sowie Fragen der Professionalisierung – insbesondere von internationalen Lehrkräften – und Schulentwicklung. Ihr Interesse gilt dabei unter anderem einer (hoch-)schulbezogenen Transnationalisierungsforschung.

In ihrer Forschung verbindet sie soziologische Perspektiven auf Bildungsungleichheit mit dem Interesse an der organisationalen Umsetzung von Bildungsangeboten. Ein zentrales Anliegen von Henrike Terhart ist dabei die Stärkung einer sozialwissenschaftlich informierten Perspektive von Lehrkräften. Diese sollen in der Lage sein, die sozialen Bedingungen des Lernens und die Lebenslagen ihrer Schüler:innen reflexiv einzuordnen sowie Bildungsangebote hinsichtlich ihres differenzfreundlichen und diskriminierungskritischen Potenzials einzuordnen.

In Forschungsprojekten befasst sie sich mit Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. Im Rahmen des beruflichen Qualifizierungsprogramms Lehrkräfte Plus NRW untersucht sie in Kooperation mit der PSE Bochum die integrierte schulische Praxisphase (seit 2023). In einer Design-Based-Research-Studie werden gemeinsam mit internationalen Lehrkräften und ihren schulischen Mentor:innen zum einen Impulse für die praktische Zusammenarbeit der Mentoring-Tandems entwickelt und erprobt. Andererseits wird eine Typologie des Rollenverständnisses der Mentor:innen sowie der damit einhergehenden Gestaltungsmuster der Zusammenarbeit zwischen Mentor:innen und Mentees entwickelt. An diese Forschung anschlussfähig ist das Teilprojekt Multiplikation im Transfer im Forschungsnetzwerk BiSS-Transfer (2020–2025). In diesem Projekt hat Henrike Terhart zusammen mit Hans-Joachim Roth (Universität zu Köln) zu Fortbildungsprozessen von Lehrkräften im Kontext sprachlicher Bildung geforscht. Dabei interessiert sie sich für die berufsbiografischen Professionalisierungsprozesse von Lehrkräften, die als Multiplikator:innen Lehrkräfte im Rahmen eines Peer-to-Peer-Ansatzes weiterqualifizieren.

Neben ihren Forschungsprojekten engagiert sich Henrike Terhart in der Hochschulentwicklung. So leitet sie beispielsweise zusammen mit Marc Stadtler den internationalen Joint-Degree-Masterstudiengang SEOS – Superdiversity in Education, Organisations and Society (Start im Oktober 2025), der im Rahmen der Europäischen Hochschulallianz UNIC angeboten wird. Zudem wirkt sie zusammen mit Catharina Keßler und Sandra Aßmann am Aufbau einer Lehrforschungsplattform für qualitative Sozialforschung am Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit.

Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf qualitativen Methoden der Sozialforschung, darunter Grounded Theory, biographische Interviews und Design-Based Research.

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