Jörg Korte

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Jörg Korte ist Postdoktorand in der Arbeitsgruppe Schulforschung an der Ruhr-Universität Bochum. Seine wissenschaftlichen Interessen liegen insbesondere in der Forschung zur Lehrkräftebildung und Professionalisierung sowie im Bereich Schul- und Schulentwicklungsforschung.

Im Rahmen seiner Arbeiten zur Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften analysiert Korte vor allem die Entwicklung von Lehrpersonen während der Ausbildungsphasen, beim Übergang in den Beruf sowie im Berufseinstieg. Zentrale Themen seiner rekonstruktiven Studien sind unter anderem Berufsbiografien angehender Lehrkräfte sowie der Einfluss des Lehrkräftehabitus, und wie diese durch Praxiserfahrungen oder Mentoring innerhalb der Ausbildung geprägt werden.

In seiner Dissertation erforschte er die handlungsleitenden Wissensbestände von Mentor:innen in der schulischen Praxissemesterbegleitung und setzte diese Wissensbestände in Relation zu ihren Professionalisierungsverständnissen und ihrem durch die eigene Laufbahn geprägten Lehrkräftehabitus.

Im Projekt Lehrkräfte stärken führt Jörg Korte die wissenschaftliche Begleitung eines Programms durch, das den Berufseinstieg an Schulen mit herausfordernden Rahmenbedingungen unterstützen soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stärkung der Resilienz und drei zentrale Entwicklungsdimensionen: die Rollenfindung, die Weiterentwicklung des Unterrichts sowie die Einfindung in das System Schule – einschließlich der Zusammenarbeit im Kollegium und mit externen Partnern im Sozialraum. Die Evaluation erfolgt mithilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes; Lehrkräfte und Schulleitungen werden befragt, und es finden wiederholte Erhebungen mittels Fragebögen statt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Jörg Korte ist die Schul- und Schulentwicklungsforschung. Hier arbeitet er zu Fragestellungen von Bildungs(un-)gerechtigkeit im Schulsystem und zur Schulentwicklung im Sozialraum, insbesondere an Schulen in herausfordernden Lagen. So begleitet er das Projekt Lernen durch Engagement an Grundschulen, indem betrachtet wird, wie Service-Learning in den Primarbereich übertragen und in die schulische Lernkultur eingebettet werden kann. Ziel ist es, Bedingungen für eine gelingende Umsetzung zu identifizieren und Wirkungen wie Interesse, Basiskompetenzen und Selbstwirksamkeit bei Schüler:innen sichtbar zu machen. Besonders relevant ist die Frage, ob und inwiefern das Engagement mit fachlichem Lernen verknüpft wird. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch Interviews, Beobachtungen, Inhaltsanalysen und ergänzende Befragungen und richtet sich sowohl auf die Umsetzung in den Schulen als auch auf die Motivation und Orientierungen der beteiligten Lehrkräfte.

Jörg Kortes methodische Expertise liegt vor allem in der qualitativ-rekonstruktiven Forschung, insbesondere in der Anwendung der Dokumentarischen Methode, in Interviewforschung, teilnehmenden Beobachtungen, Dokumentanalysen sowie in qualitativen Inhaltsanalysen. Ergänzend setzt er in seiner wissenschaftlichen Arbeit Mixed-Methods-Ansätze und Fragebogenerhebungen ein.

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