Julia Eberle
← Zurück zur Campuslandkarte
Julia Eberle vertritt die Professur der Pädagogische Psychologie und Bildungstechnologie. Zuvor hat sie u.a. den Lehrstuhl für Lehr-Lernforschung am Arbeitsbereich für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie an der LMU München vretreten.
Schwerpunkt von Julia Eberles Forschung ist die Soziale Eingebundenheit, sowohl in realen als auch in digitalen und hybriden Lernsituationen. So untersucht sie bspw. in dem Projekt "ALSTER" die soziale Eingebundenheit in der Studieneingangsphase. Dabei interessiert Julia Eberle besonders, wie man Menschen integrieren kann und wie sie sich selbst in Gruppen integrieren. Zusammenhängend mit dieser Fragestellung untersucht Julia Eberle auch Apprenticeship Learning-Ansätze und Communities of Practice - besonders im Hochschulkontext. So betrachtet sie in ihrer Forschung zu Partizipationsunterstützung in Kooperationsnetzwerken wie eine Vernetzung gefördert werden kann, die sich dann wiederum in wissenschaftlicher Arbeit ausdrückt. In ihrem Projekt "E-Prom" erforscht sie, welchen Einfluss das eigene Selbstwirksamkeitserleben auf das soziale Netzwerk hat und welche anderen Faktoren den Verbleib in der Wissenschaft bei Promovierenden beeinflussen.
Julia Eberle versteht Lernen dabei auch als Partizipation, da in Communities of Practice Lernen dann funktioniert, wenn Lernende sozial integriert werden und an der Community teilhaben können. So ist auch ihr Fokus auf kooperatives Lernen zu verstehen, wobei Julia Eberle sich weniger mit formalen, angeleiteten Lernsetting beschäftigt, sondern eher informelle Lernprozesse betrachtet.
Ein weiteres Forschungsinteresse von Julia Eberle ist Computer Supported Collaborative Learning sowie digitales, technologie-unterstütztes Lernen. Hier betrachtet sie virtuelle Praktiken und Digitalität, sprich wie computer-vermittelt zu einer sozialen Eingebundenheit beigetragen werden kann. Sie untersucht außerdem, wie analoge und digitale Nutzungspraktiken und Lernprozesse in Blended Learning-Formaten interagieren können. Im Projekt "KoLiB" untersucht sie, wie Fähigkeiten zur digitalen Zusammenarbeit gefördert werden können.
Julia Eberles Fokus liegt dabei immer auf der Hochschulbildung. So untersuchte sie auch digitale Instruktionsdesigns zur Unterstützung von Lehramtsstudierenden, bspw. Online-Forschungslogbücher in ihrem "Onfolo"-Projekt, indem sie u. a. betrachtet ob die Selbstregulation von Studierenden beim Schreiben von Hausarbeiten im Bereich der motivationalen Regulation und Ressourcenbildung digital untersützt werden kann.
Methodisch arbeitet Julia Eberle quantitativ mit Lernprozessanalyse und sozialen Netzwerkanalysen. Dabei führt sie Verhaltensmessung durch, z. B. zur soziale Vernetzung im Studium. Zudem fokussiert sich Julia Eberle auf experimentelle Studien oder Design-Based Research, wobei sie häufig mit Mixed-Methods arbeitet.
Einordnung auf der Campuslandkarte
- Lernvoraussetzungen
- Lernprozess - Instruktionsdesigns
- Kompetenzen
- Non-formale und informelle Lernräume
- Apprenticeship Learning
- Digitalisierung / Digitalität
Projektübersicht
- ALSTER - Die Rolle sozialer Eingebundenheit und die Nutzung sozialer Ressourcen in der Studieneingangsphase
- KoLiB - Kooperieren Lernen im Bauingeniursstudium anhand digitaler 3D-Repräsentation von komplexen Informationen
- EARLI Center for Innovative Research: Measuring and supporting students' social participation: Innovating the field with behavioural data
- E-Prom - Einflussfaktoren auf die Karriere Promovierter in den Lebenswissenschaften
- Onfolo - Online-FOrschungslogbuch: Konzeption und Erprobung eines Online-Forschungslogbuchs als Unterstützungsmaßnahme beim Erwerb sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschungskompetenzen
- Partizipationsunterstützung in Kooperationsnetzwerken universitärer und wissenschaftlicher Communities