Matthias Forell
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Matthias Forell arbeitet als Post-Doctoral Researcher an der AG Schulforschung der Ruhr-Universität. Vom Sommersemester 2022 bis zum Sommersemester 2023 vertritt er die Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulentwicklung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Er beschäftigt sich in seiner Forschung schwerpunktmäßig mit dem Thema Bildungsgerechtigkeit. Dabei betrachtet er u. a. sozialraumorientierte Schulentwicklungsprozesse insbesondere bei Schulen in herausfordernden Lagen. So arbeitet er in dem BMBF-geförderten Projekt „SchuMaS – Schule macht stark“ als Koordinator des Inhaltsclusters 'ALSo - Außerunterrichtliches Lernen und Sozialraumorientierung' und forscht in diesem Rahmen zur sozialraumorientierten Schulentwicklung, in dem er schulstatistische Daten auswertet und interpretiert und auf dieser Basis datengestützte Schulentwicklungsberatung anbietet.
Matthias Forell arbeitete zudem in dem Schulversuch Abitur nach 12 oder 13 Jahren an der Evaluation der Bildungsgang G9neu unter Berücksichtigung der Profilbildung der Einzelschule in der regionalen Schullandschaft, der Schul- und Unterrichtsqualität an den Modellschulen sowie der außerschulischen Lebenswelten der Schüler:innen. Dabei wurden auch die Bildungsübergänge von der Primar- und Sekundarstufe I sowie von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II analysiert.
Zu der Thematik Bildungsübergänge als Unterthema zu Bildungsgerechtigkeit forscht Matthias Forell auch in dem Projekt Lernen durch Engagement - Service Learning an Grundschulen, wobei er sich insbesondere mit den Übergangspraktiken von der Grundschule in den Sekundarbereich und den damit verbundenen berufsbezogene Haltungen und der Professionalisierung der beteiligten Lehrpersonen beschäftigt.
Die Themen der Bildungsgerechtigkeit betrachtet Matthias Forell dabei häufig nicht nur auf der Ebene der Einzelschule sonderen er untersucht - auch bundeslandübergreifend - die Entwicklung des Schulsystems, sprich welche größeren systemischen Zusammenhänge, Tendenzen und besonders außerschulische Akteure im Schulsystem, wie u. a. Schulträger, die institutionelle Verfasstheit und organisationale Ausgestaltung von Schulen beeinflussen.
Matthias Forell arbeitet in Mixed-Method-Studien unter Einbezug von deskriptiven Auswertungen von amtlichen (Schul-)Daten oder Fragebogenerhebungen, Dokumentenanalysen, der qualitativen Inhaltsanalyse von u. a. leitfadengestützten Expert:innen-Interviews oder der Objektive Hermeneutik.