Schreiben im Web

Aus PSE-Wiki
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Dieser Leitfaden basiert auf dem Leitfaden der RUB. Er soll dir bei der Erstellung geeigneter Texte für die PSE-Webseite helfen. Für ein besseres Verständnis, wie wir Webseiten (grafisch) lesen, empfielt sich ein Blick auf ein Text Scanning Pattern mittels Eyetracking.

Die wichtigsten Tipps für gute Lesbarkeit im Web

Bitte benutzt kurze, leicht verständliche (Haupt-)Sätze (höchstens 15 bis 20 Wörter). Jeder Satz sollte möglichst nur eine Information enthalten. Lange, verschachtelte Bandwurmsätze mit vielen Nebensätzen sind schwer lesbar und bleiben beim User nicht hängen. Nicht nur hier gilt: Weniger ist mehr.Überfordert die User nicht mit langen Texten, für die sie viel scrollen müssen.

Hier unsere TOP 7 für gute Webtexte

  • Macht mehr Absätze als üblich und lockert eure Text zum Beispiel mit Fotos, Zwischenzeilen oder Aufzählungen auf. Das trägt zur besseren Lesbarkeit bei und verhindert, dass der Text den Leser „erschlägt“.
  • Nutzt Zwischenüberschriften. So können Leser:innen schneller den Inhalt finden, den Sie suchen. AUßerdem wird eine "Textwüste" so visuell aufgebrochen.
  • Das Wichtigstesteht am Anfang . Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein User einen Text bis zu Ende durchliest, ist sehr gering. Deswegen sollte bereits im ersten Satz die zentrale Botschaft herüber gebracht werden. Ist der erste Satz zu lang oder uninteressant, verliert der User womöglich das Interesse und verlässt die Seite. Diese Hierarchie zieht sich durch den gesamten Text: Das Wichtigste steht am Anfang, Hintergründe und Detailinformationen am Ende.
  • Bitte vermeidet Passivkonstruktionen. Beispiel: „Die Umfrage wurde ausgewertet“. Bei fast jedem Vorgang gibt es jemanden, der etwas tut, sodass wir den Satz aktiv formulieren können :„Die Projektgruppe wertet die Umfrage aus“.
  • Vermeidet den Nominalstil. Beispiel: „Die Überprüfung der Korrektheit der These erfolgte durch die Arbeitsgruppe“. Substantive kann man einfach durch Verben ersetzen. Der Nominalstil klingt steif und nach "Beamtendeutsch". Verben machen einen Text lebendig und anschaulich: „Die Arbeitsgruppe hat überprüft, ob die These korrekt ist“.
  • Vermeidet Füllwörter. Z.B. „gar“, „ja“, „auch“). Sie plustern einen Satz damit unnötig auf und lenken vom Eigentlichen ab.
  • Schreibt konkret, nicht abstrakt. Wenn es konkrete Beispiele für einen abstrakten Vorgang gibt, benennen Sie diese. Dadurch wird ein Text nachvollziehbarer und lebensnaher.

Hier die 5 weiteren Punkte zur Kür

  • Bitte vermeidet Fremd- und Fachwörter. Fremdwörter können durch deutsche Begriffe (außer sie sind verständlich und treffend, z.B. „Ironie“) ersetzt werden, Fachwörter werden umschrieben. Wo Fremd- und Fachwörter nicht ersetzt werden können, sollte diese kurz knapp und verständlich erklärt werden. Im Zweifel entscheide dich bitte immer dafür, schwer verständliche Begriffe zu erläutern, denn du darfst nicht davon ausgehen, dass die User Hintergrundwissen haben.
  • Wenn es um die bloße Informationsvermittlung geht, schreibe sachlich und wertfrei. Vermeide stilistische Manierismen und Ironie.
  • Verwendet Wörter mit Zeitbezug nicht auf Webseiten. Beispiele sind: „gestern“, „heute“, „morgen“, „letztes/vergangenes (Jahr)“, „dieses (Jahr)“, „nächstes (Jahr)“ . Da die Texte über einen längeren Zeitraum abrufbar sind, stimmen die Zeitbezüge sehr schnell nicht mehr. Nenne konkrete Daten: „am 3. September“, „im Jahr 2011“ etc.
  • Benutzt nur geläufige Abkürzungen, also solche, die für die User geläufig sind (z.B. „RUB“, „NRW“). Bei nicht geläufigen Abkürzungen ist es notwendig, diese einmal zu erklären („Das Exzellenzcluster Resolv (Ruhr Explores Solvation) organisiert die Ausstellung im Blue Square“). Danach können durchaus die Abkürzung (ohne Erklärung) verwendet werden.
  • Der Apostroph wird im Englischen anders verwendet als im Deutschen. „Das ist Anna’s Buch“ ist falsch, richtig muss es heißen: „Das ist Annas Buch“. Eine ähnliche Fehlerquelle ist der Plural. Vor allem gängige Begriffe aus dem lateinischromanischen Sprachraum stehen oft bereits im Plural. Falsch sind also Wörter wie „Alumnis“ oder „Spaghettis“. Das „s“ muss jeweils wegegelassen werden.

Nutzung von Eigennamen

Auf den zentralen Webseiten übernehmen wir die vorgegebenen Schreibweisen und ignorieren die Regeln für Groß-/und Kleinschreibung sowie die Regeln des Dudens.

Gendergrechte Sprache

Auf den zentralen Webseiten nutzen wir so oft wie möglich geschlechterneutrale Formulierungen beziehungsweise die männliche und weibliche Form (Doppelform), wie z. B. Studierende, Mitarbeitende, Beschäftigte usw. Die Lesbarkeit des Textes muss gewahrt bleiben. Das gilt insbesondere für Teaser und Headline. In allen anderen Fällen nutzen wir den Doppelpunkt zum Gendern (z.B. Schüler:innen) anstatt des Gender-Sternchen (Schüler*innen). Der Doppelounkt ist für die Screenreader am besten erkenn- und lesbar und gewährleistet so eine Barrierearmut unserer Seite.