Nikol Rummel

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Nikol Rummel ist seit 2010 Professorin für Pädagogische Psychologie und Bildungstechnologie an der Ruhr-Universität Bochum und zudem seit 2008 am Human Computer Interaction Institute an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, USA, als Adjunct Professorin kooptiert. Derzeit (2022-2027) ist sie abgeordnet ans CAIS und leitet dort das Forschungsprogramm Bildungstechnologien und Künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit ihrem Team untersucht Nikol Rummel inwiefern durch die Anpassung digitaler Instruktionsdesigns, lernrelevante Prozesse wie beispielsweise Problemlöse- oder Kooperationsprozesse trainiert bzw. optimiert werden können. In diesem Kontext wird üblicherweise ein Instruktionsdesign implementiert und dann empirisch beforscht, wobei auch zur Theoriebildung beigetragen werden soll.

Mehrere Forschungsbereiche bzw. laufende Dissertationen sind hier zu nennen:

  • Unterstützung der Lehrkraft durch Künstliche Intelligenz (KI):
    • Dissertation von Ann-Christin Falhs (CAIS), welche sich mit dem Einsatz von Intelligenten Tutoriellen Systemen und den Möglichkeiten sowie Herausforderungen für die Lehrkraft beschäftigt
  • Unterstützung von Lernprozessen durch KI:
    • Dissertation von Anna Radtke (CAIS), welche sich mit dem Einsatz von generativer KI bei der Überarbeitung von Texten beschäftigt  
    • Projekt von Dr. Alisa Maksimova, in welchem Lernen über und mit KI in informellen Lernumgebungen untersucht wird.
  • Untersuchung von Problemlöseprozessen und -strategien sowie deren Entwicklung über die Zeit und einflussnehmenden Faktoren auf Problemlöseprozesse
    • Dissertation von Charleen Brand, welche untersucht, wie Schüler:innen Vorwissen aktivieren, während sie Lösungen für unbekannte Probleme entwickeln oder analysieren und welche Auswirkungen dies auf den Lernprozess haben kann.
  • Kooperatives Lernen bzw. Computer-Supported Collaborative Learning:
    • Dissertation von Arlind Avdullahu , welche sich mit der Auswirkung von Unterstützungsmaßnahmen auf die Beteiligung in kooperativen hybriden Settings befasst
    • Dissertation  von Sabine Schermeier (CAIS), welche die spezifischen Herausforderungen und effektiven Unterstützungsmaßnahmen für Kleingruppenarbeit in hybriden universitären Lehrveranstaltungen untersucht
  • Selbstregulation und Co-Regulation:
    • Projekt von Dr. Sebastian Strauß sowie Dissertation von Isis Tunnigkeit zum Thema Einfluss sozialer Regulationsmodi auf den Wissenserwerb beim Kooperativen Lernen
    • Dissertation von Katharina Teich (CAIS) zum Selbstregulierten Lernen in Online-Weiterbildungskursen durch adaptive Unterstützung
  • Wissenschaftsvermittlung:
    • Dr. Valentina Nachtigall untersucht die Wahrnehmung von Schüler:innen im Hinblick auf die Arbeit von Wissenschaftler:innen in den Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften sowie den Einfluss dieser Wahrnehmung auf ihre Studienentscheidungen in diesen Bereichen.

Methodisch ist Nikol Rummel breit aufgestellt. So nutzt sie sowohl quantitative als auch qualitative Methoden und sieht ihren eigenen methodischen Schwerpunkt bei den unterschiedlichen Erhebungsmöglichkeiten von kooperativen Lern- und Arbeitsprozessen. Hierbei nennt sie vor allem die Analyse von Gesprächs- und Prozessdaten durch quantitative Methoden, Learning Analytics, aber auch qualitative, offen-kodierende Verfahren. Häufig verwendet sie auch Cued Retrospective Recall, eine Methode bei der Versuchsteilnehmer:innen ihr eigenes Verhalten kommentieren und erklären. Interviews werden zudem in Pilotierungsphasen vor einer quantitativen Erhebung eingesetzt.

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